Koalitionsvertrag 2025: Bauen & Wohnen: Das plant die Regierung (Stand 10.04.2025)

10.04.2025

Im neuen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD finden sich zahlreiche Maßnahmen und Reformabsichten rund um die Themen Wohnungsbau, Eigentum und Mieterschutz.

Das erklärte Ziel: mehr Wohnraum schaffen, Genehmigungsverfahren beschleunigen und den Zugang zu Wohneigentum erleichtern.

 

Tatsächlich bleibt vieles bislang vage. Konkrete Gesetzesentwürfe, klare Zeitpläne und verbindliche Förderbedingungen fehlen in weiten Teilen. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Punkte aus dem Koalitionsvertrag bezüglich dem Thema Bauen und Wohnen auf stand vom 10.04.2025 kurz zusammen.

Die zentralen Vorhaben im Überblick:

Wohnungsbau-Turbo
Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen beschleunigt und digitalisiert werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde angekündigt, konkrete Inhalte liegen bislang jedoch nicht vor.

Heizungsgesetz wird ersetzt
Die umstrittene Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), auch als „Heizungsgesetz“ bekannt, soll zurückgenommen werden. Statt Technikvorgaben wie der Pflicht zur Wärmepumpe soll künftig die erreichbare CO₂-Vermeidung im Mittelpunkt stehen.

Gebäudetyp E und Milieuschutz
Ein neuer Gebäudetyp soll einfaches, günstigeres Bauen ermöglichen – unter anderem durch Abweichungen von bestehenden technischen Normen. Selbstnutzende Eigentümer sollen künftig vom Milieuschutz ausgenommen werden, um Sanierungen zu erleichtern.

Serielles Bauen und reduzierte Standards
Serielle Bauweisen und modulare Baukonzepte sollen stärker gefördert werden. Gleichzeitig ist eine Reduktion technischer Anforderungen geplant. Ob sich diese Maßnahmen flächendeckend umsetzen lassen, bleibt fraglich – denn viele Projekte hängen von individuellen Grundstücksbedingungen und kommunalen Vorgaben ab.

Eigentumsförderung und KfW-Neuausrichtung
Geplant sind steuerliche Anreize, staatliche Bürgschaften und neue Förderprogramme zur Förderung von Wohneigentum. Konkrete Förderkriterien, Beträge oder Fristen wurden bislang nicht genannt. Es ist zu erwarten, dass insbesondere einkommensschwächere Haushalte im Fokus stehen.

Regulierung und Mieterschutz
Die Mietpreisbremse und der Umwandlungsschutz sollen verlängert werden. Zudem ist geplant, Indexmieten und Kurzzeitvermietung stärker zu regulieren. Auch die Modernisierungsumlage soll überarbeitet und sozialverträglicher ausgestaltet werden.

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